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Begleit- und Folge­erkrankungen


Bei Diabetes kann es durch ständig oder immer wiederkehrende zu hohe Blutzuckerwerte zu einer Schädigung der Blutgefäße und der Nerven kommen. Meist geschieht dies in Verbindung mit anderen Risikofaktoren wie z. B. Bluthochdruck, Übergewicht, erhöhten Blutfetten oder Rauchen. Folgeerkrankungen treten also nicht zwangsläufig auf.

Sie können durch eine gute ärztliche Therapie, eine intensive Schulung, vor allem jedoch durch einen aktiven, gesunden und rauchfreien Lebensstil weitgehend vermieden werden. 

Ärztin und Patient im GesprächBesonders gefährdet sind:

  • das Herz-Kreislaufsystem
  • die Füße
  • die Augen
  • die Nieren
  • das Nervensystem


Herz-Kreislaufsystem

Sind Blutgefäße im Herz von den Schädigungen betroffen, kann es zu einem Herzinfarkt kommen, sind es die Halsschlagadern oder  Blutgefäße im Gehirn
kann ein Schlaganfall die Folge sein. 

Kalendereintrag "Aufhören zu Rauchen"Risiken vermeiden - Rauchen beenden!


Da gerade Rauchen an sich schon negative Auswirkungen auf die Gefäße haben kann, ist für Rauchende ein Rauchstopp eine sehr wichtige Maßnahme zur Vermeidung von Folgeschäden. 

Tipps wie der Rauchstopp gelingen kann und wo man sich Hilfe holen kann finden Sie unter anderem auf der Website der Österreichischen Gesundheitskasse: 

www.gesundheitskasse.at/rauchfrei




Eine Betreuung im Rahmen des Programms "Therapie Aktiv - Diabetes im Griff" hilft dabei, mögliche Begleit- und Folge­erkrankungen zu verzögern oder sogar zu vermeiden. 


Die Füße

Der sogenannte "diabetische Fuß" entsteht durch Durchblutungsstörungen und/oder verminderte Leitfähigkeit der Nerven. Die Gefahr besteht vor allem darin, dass durch Nervenstörungen diabetische Fußveränderungen nahezu schmerzlos – und dadurch auch unbemerkt – entstehen können. Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihre Füße regelmäßig kontrollieren und die jährliche ärztliche Fußkontrolle wahrnehmen.

Mehr dazu, wie Sie Ihr Füße schützen können erfahren Sie in unseren Videos zu unserer Online-Schulung: Erklärvideos zu Diabetes mellitus Typ 2




Die Augen

Netzhauterkrankungen und andere Augenerkrankungen (z. B. grüner und grauer Star) treten bei etwa einem Drittel der Betroffenen innerhalb der ersten 15 Jahre der Diabetes-Erkrankung auf. Veränderungen an den kleinen Blutgefäßen der Netzhaut (diabetische Retinopathie) verursachen anfänglich meist wenig Beschwerden. Bildet die Netzhaut jedoch neue Blutgefäße, aus denen Blut ins Augeninnere austreten kann, so kann dies bis zur Erblindung führen. Bluthochdruck bzw. Rauchen verschlechtern den Verlauf einer diabetischen Retinopathie.



Die Nieren  

Diabetesbedingte Schädigungen der Blutgefäße können auch zu Nierenschäden führen. Dies wird durch Bluthochdruck begünstigt. Erstes Zeichen einer Nierenschädigung ist die Ausscheidung von Eiweiß im Urin und eine Abnahme der Nierenfunktion.

Mögliche Folgen von diabetischen Nierenerkrankungen sind Fettstoffwechselstörungen, Ödeme und Blutarmut bis hin zum chronischen Nierenversagen. Auch Harnwegsinfekte kommen vor allem bei weiblichen Diabetes-PatientInnen häufiger vor.



Das Nervensystem

Diabetesbedingte Nervenstörungen zeigen sich meist zuerst an Fuß und Unterschenkel und treten mit einem veränderten Schmerz- und Temperarturempfinden auf. Jedoch können auch Nerven überall im Körper geschädigt werden. Abhängig davon, welche Nerven betroffen sind kann es zu Missempfindungen, Kribbeln, Schmerzen und Taubheitsgefühlen in Beinen und/oder Armen, Muskelschwäche, Muskelkrämpfen und Lähmungen, Störungen der Blasenentleerung, Verstopfung oder Durchfall, Impotenz oder Herzrhythmusstörungen kommen.




Eine Übersicht zu den Folgeerkrankungen und den wichtigen Untersuchungen, die regelmäßig in Anspruch genommen werden sollten, finden Sie in unserem Merkblatt "Wie bekomme ich meinen Diabetes in den Griff?".

Hier downloaden >> (PDF, 953 KB)




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