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Begleit- und Folge­erkrankungen

Bei Diabetes kommt es durch zu hohe Blutzuckerwerte zu einer Schädigung

kleiner und großer Blutgefäße sowie der Nerven. 


Folgeschäden

Rothaarige Ärztin mit Brille erklärt einem Patienten etwas am Tablet. © shutterstock Inc. Folgeschäden treten insbesondere bei unbehandeltem oder schlecht eingestelltem Diabetes auf. Dazu zählen:

  • Herz-Kreislauferkrankungen
  • Diabetischer Fuß
  • Diabetische Augenerkrankungen
  • Diabetische Nierenerkrankungen
  • Nervenstörungen

DiabetikerInnen haben ein höheres Risiko, an Arteriosklerose zu erkranken. Sie verläuft bei ihnen schneller und schwerwiegender als bei Nicht-DiabetikerInnen. Als Folge erleiden Diabetes-PatientInnen öfter einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall.
Auch eine koronare Herzkrankheit oder eine periphere arterielle Verschlusskrankheit kommt häufiger vor. Insgesamt bilden Herz-Kreislauferkrankungen mit60 % die Haupttodesursache bei Diabetes. 


Risiken vermeiden - Rauchen beenden! 

Allein durch Diabetes ist das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen schon erhöht. Sind Sie dazu noch Raucher, steigt das Risiko deutlich. Denn Rauchen erhöht die Gefahr von Herzinfarkt, Schlaganfall, Durchblutungsstörungen, Krebserkrankungen oder Nierenschäden.

Mit dem Rauchen aufzuhören lohnt sich auf jeden Fall: Denn so werden Muskeln, Gehirn und Organe besser durchblutet. Das Geschmacksempfinden verbessert sich, das Lungenvolumen nimmt zu, Kurzatmigkeit kann sich verbessern, das Hautbild erscheint rosiger und Sie werden wieder fitter!

 

Welche Hilfsmittel Sie dabei unterstützen, mit dem Rauchen aufzuhören:  

  • Nikotinersatzpräparate: Kaugummi, Pflaster, Inhalator, Lutschtabletten
  • Raucherentwöhnungsprogramme in speziellen Ambulanzen, stationären Einrichtungen und Kuranstalten
  • Psychotherapeutische Hilfe


Eine Betreuung im Rahmen des Programms "Therapie Aktiv - Diabetes im Griff" hilft dabei, mögliche Begleit- und Folge­erkrankungen zu verzögern oder sogar zu vermeiden. 


Diabetischer Fuß

Grund für den diabetischen Fuß ist eine schlechte Wundheilung aufgrund diabetes-bedingter Nervenschädigungen oder Durchblutungsstörungen. Schon kleinste Verletzungen oder Druckstellen können Infektionen auslösen, die sich manchmal auch mit Antibiotika nicht eindämmen lassen und zu Gewebsnekrosen führen können. 


Diabetische Augenerkrankungen

Netzhauterkrankungen und andere Augenerkrankungen (z. B. grüner und grauer Star) treten bei etwa einem Drittel der Betroffenen innerhalb der ersten 15 Jahre der Diabetes-Erkrankung auf. Veränderungen an den kleinen Blutgefäßen der Netzhaut (diabetische Retinopathie) verursachen meist wenig Beschwerden. Bildet die Netzhaut jedoch neue Blutgefäße, aus denen Blut ins Augeninnere austreten kann, so kann dies bis zur Erblindung führen. Bluthochdruck bzw. Rauchen verschlechtern den Verlauf einer diabetischen Retinopathie.


Diabetische Nierenerkrankungen  

Diabetesbedingte Schädigungen der Blutgefäße können auch zu Nierenschäden führen. Dies wird durch Bluthochdruck begünstigt. Erstes Zeichen einer Nierenschädigung ist die Ausscheidung von Eiweiß im Urin und eine Abnahme der Nierenfunktion.

Mögliche Folgen von diabetischen Nierenerkrankungen sind Fettstoffwechselstörungen, Ödeme und Blutarmut bis hin zum chronischen Nierenversagen. Auch Harnwegsinfekte kommen vor allem bei weiblichen Diabetes-PatientInnen häufiger vor.


Diabetische Nervenstörungen 

Diabetische Nervenstörungen sind Schäden, die sich meist erst an Fuß und Unterschenkel als Empfindungsstörung zeigen. Sie treten oft auch mit einer gesteigerten Schmerzwahrnehmung auf. Bei der sogenannten peripheren Neuropathie leiden die PatientInnen vor allem unter Schmerzen, Taubheitsgefühl und Muskelschwäche bis hin zur Muskellähmung. 

Betrifft die Nervenschädigung auch das vegetative Nervensystem kann es zu weiteren Symptomen kommen. Dazu gehören: 

  • Herzrasen verminderte Schmerzempfindlichkeit
  • Niedriger Blutdruck
  • Störung der Darmbewegungen
  • Verstopfung und das Unvermögen, den Stuhlgang zu kontrollieren
  • Störungen der Magenentleerung, Übelkeit, Erbrechen
  • Entleerungsstörungen der Blase, Blaseninfektionen
  • Erektionsprobleme
  • Vermehrtes Schwitzen 

Eine Übersicht zu den Folgeerkrankungen und den wichtigen Untersuchungen, die regelmäßig in Anspruch genommen werden sollten, finden Sie in unserem Merkblatt "Wie bekomme ich meinen Diabetes in den Griff?" 

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