Papaya mit gemischtem Obst in Hand/pixabay.com


Obst: Oft rund, stets bunt – und doch gesund?

06.07.2018 / Autor: Therapie Aktiv / Kategorie: Ernährung


Als wohlschmeckender Vitamin- und Mineralstofflieferant ist Obst sprichwörtlich in aller Munde. Nicht zuletzt auf Grund der, in Obst enthaltenen, Ballaststoffe gilt es als wertvolles Lebensmittel und sollte täglich im Speiseplan zu finden sein.  Gerade jetzt in der wärmeren Jahreszeit, strotzt der Obstkorb vor bunter Vielfalt und man greift gerne etwas öfter zu. Doch kann man auch zu viel von den süßen Früchten naschen?  


Die Dosis macht‘s

Die Empfehlungen zur allgemein gesunden Ernährung sehen pro Tag eine Zufuhrmenge von 2 Portionen Obst vor. Auch bei bekanntem Diabetes mellitus steht dem Genuss dieser zwei Portionen nichts im Wege. 


Was aber ist eine Portion?

Was eine Portion Obst ist dazu gibt es eine einfache Faustregel: Eine Portion Obst entspricht einer Hand voll. Beispiele dafür sind 1 mittelgroßer Apfel, 1 mittelgroße Banane, 1 Orange, 2 Mandarinen, 1 Hand voll Beeren wie z.B. Heidelbeeren, Himbeeren. Wichtig ist, Dass Sie vor allem bei kleinem, sehr süßem Obst wie Weintrauben, Zwetschken oder Kirschen die Menge nicht aus den Augen verlieren.


Gibt es ein Zuviel an Obst?

Wer regelmäßig mehr als die empfohlenen zwei Portionen konsumiert, führt dem Körper hohe Zuckermengen zu. Ein vermehrter Fruchtzuckerkonsum kann, gleichermaßen wie vermehrter Konsum von Haushaltszucker, zu erhöhten Blutzuckerwerten und Gewichtszunahme führen. Auch die Verfettung der Leber kann eine Auswirkung von übermäßigem Fruchtzuckerkonsum sein.


Je bunter, desto lieber

Obst in verschiedenen Farben ist reich an sekundären Pflanzenstoffen. Schätzen Sie die Vielfalt der Region und greifen Sie auf heimisches Obst der Saison zurück. Diverse Saisonkalender können dabei sehr hilfreich sein. Sommerliche Vorräte können tiefgefroren und bedarfsweise aufgetaut werden. Obst konserviert in Dosen ist meist sehr zuckerreich und deshalb nicht empfehlenswert. Dasselbe gilt übrigens auch für kandierte Früchte.




Rosinenliebhaber aufgepasst

Schüssel mit getrockneten Rosinen/pixabay.com



Trockenfrüchte sind auf Grund des fehlenden Wassers besondere Zuckerbomben. Durch das fehlende Volumen wird schnell eine große Menge verzehrt und so in kurzer Zeit besonders viel Zucker aufgenommen.

Menschen mit Diabetes sollten auf Trockenfrüchte in größeren Mengen verzichten. Gegen die Rosinen, die sich in einem kleinen Stück Apfelstrudel verstecken, spricht allerdings nichts.


Pures Obst, besser essen als trinken

Diesen Ratschlag sollten sich vor allem Menschen mit Diabetes zu Herzen nehmen.

Halten sie Abstand von den viel gepriesenen und in allen Farben strahlenden Smoothies. Kauft man diese vermeintlichen Vitaminbomben, bekommt man meist einen etwas dickflüssigeren Fruchtsaft der reich an Zucker und Kalorien ist.

Mixt man sich gelegentlich zu Hause selbst einen Smoothie, sollte man das Obst mit Naturjoghurt oder Buttermilch kombinieren. So eine Fruchtmilch eignet sich hervorragend als Dessert oder als kleiner Snack. Das in Milchprodukten enthaltene Milcheiweiß verzögert den Blutzuckeranstieg und führt zu einem längeren Sättigungsgefühl.


Joghurtdrink im Glas mit frischen Früchten/pixabay.com


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