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Wie Diabetes mit dem Zahnfleisch zusammenhängt

Im Vergleich zu den „klassischen“ Begleiterkrankungen ist die Entzündung des Zahnhalteapparates – die Parodontitis (im Volksmund häufig noch als „Parodontose“ bekannt) als Folgeerkrankung des Diabetes bisher weitgehend unbeachtet geblieben. Aber die  seit vielen Jahren bekannte Wechselbeziehung zwischen Diabetes und Parodontitis rückt nun auch immer mehr in den Blickpunkt von Zahnärzten - und Allgemeinmedizinern.

 


Aktuelle Studien belegen, dass Parodontitis …

 

  • … sehr verbreitet ist: Man kann davon ausgehen, dass die Hälfte der Erwachsenen Bevölkerung Zahnfleischtaschen hat;
  • … die häufigste Ursache dafür ist, dass bei Erwachsenen Zähne gezogen werden müssen, weil sie „wackeln“;
  • … nicht nur eine Folgeerkrankung von schlecht eingestelltem Diabetes ist, sondern diesen auch negativ beeinflussen kann.

 

Die gute Nachricht: Erfolgreiche Parodontitis-Therapie hilft auch die Blutzuckereinstellung zu verbessern! Durch die parodontale Therapie kann der HbA1c-Spiegel um 0,4 bis 0,6 %* gesenkt werden.

 

Bitte, wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihre Zahnärztin/Ihren Zahnarzt und teilen Sie mit, dass Sie Diabetes haben und wie die Langzeitzuckerwerte sind. Es sollte dann eine Untersuchung des Zahnfleisches und eine Überprüfung, ob Parodontitis vorliegt, erfolgen.

Im Video der Europäischen Föderation für Parodontologie erfahren Sie mehr:




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* https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30472992