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Alles rund um´s Osterfest - so starten Sie g´sund ins Frühjahr!


06.04.2020 / Autor: Therapie Aktiv / Kategorie: Gesundheitstipps



Der Höhepunkt des Osterfestes, der Ostersonntag, fällt jährlich auf den Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond – dieses Jahr also auf den 12. April. Nach Weihnachten zählt Ostern bei uns zu den größten und wichtigsten Festen im Jahr. Doch was macht Ostern eigentlich zu einem so schönen Fest? Nicht nur die zahlreichen Leckereien und Brauchtümer, die sich aus dem christlichen Glauben und der Feier zur Auferstehung Jesu entwickelten, sondern vor allem auch das Frühlingserwachen der Umgebung, welches das Osterfest häufig mit sich bringt.


Die vorösterliche Fastenzeit – Zeit, Gewohnheiten zu überdenken


Von Aschermittwoch bis Gründonnerstag steht im Christentum das Fasten am Programm. Ob gläubig oder nicht, die Fastenzeit nützen viele Menschen, um ganz bewusst 40 Tage lang auf etwas zu verzichten, sei es Alkohol, Schokolade oder etwa Auto fahren.

Haben Sie heuer gefastet? Wenn ja, Gratulation! 

Wenn nein: Überlegen Sie sich für nächstes Jahr, worauf Sie Ihrer Gesundheit zuliebe 40 Tage lang verzichten könnten. Foto: pixabay

Unabhängig von Ihrem religiösen Bekenntnis tut es allgemein sehr gut, von Zeit zu Zeit (wie eben z. B. einmal im Jahr) seine Gewohnheiten zu reflektieren und gezielt zu hinterfragen. Hat es sich beispielsweise ganz unbeabsichtigt eingebürgert, dass Sie täglich zum Kaffee eine Rippe Schokolade essen? Fahren Sie ganz unbewusst immer mit dem Lift anstatt die Treppe zu nehmen? Oder gibt es das eine oder andere Glas Wein oder Bier zu oft in der Woche?

Fassen Sie einen realistischen Vorsatz, um sich entweder ganz bewusst 40 Tage lang etwas Gesundheitsförderliches anzugewöhnen (z. B. Treppe statt Lift) oder verzichten Sie auf etwas weniger Gesundes (z. B. Süßigkeiten, Alkohol).

Und keine Sorge: Sonntage sind keine Fastentage und somit vom Fastenvorsatz ausgenommen.



Was wäre ein Osterfest ohne Eier?


In Österreich jedenfalls unvorstellbar! Ob als Dekoration für den vorösterlichen „Palmbuschen“, den Osterstrauch, im Wohnbereich oder als Gaumenschmaus… Die kunterbunt gefärbten Ostereier sind allerseits beliebt. Versteckt vom „Osterhasen“ machen sich Kinder vorfreudig auf die Suche nach Osternestern bestückt mit schokoladigen Ostereiern und Schoko-Osterhasen. Während die Kinder sich über die Schokolade-Eier hermachen, genießen die Erwachsenen ihre Osterjause mit leicht süßlichem Osterbrot, belegt mit geselchtem Osterschinken, frisch geriebenen Kren und hart gekochten Eiern.


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Eier stehen als Symbol für Auferstehung, Fruchtbarkeit und neues Leben. Das restliche Jahr genießen Eier jedoch einen weitaus schlechteren Ruf: „Verteufelt“ als Cholesterinbombe trauen sich Menschen, die erhöhte Cholesterinwerte im Blut (Hypercholesterinämie) aufweisen, häufig fast keine Eier zu essen. Das ist schade, denn Eier sind ein naturbelassenes und hochwertiges Grundnahrungsmittel, welches lebensnotwendige Nährstoffe wie Eiweiß, Vitamin A, B und D sowie zahlreiche Spurenelemente wie Zink und Eisen liefert. Zwar stimmt es, dass besonders der Eidotter cholesterinreich ist, jedoch hat dieses Cholesterin wenig Einfluss auf den Cholesterinspiegel. Viel „gewichtiger“ hingegen ist die verzehrte Menge an Gesamtfett in den täglichen Speisen! Achten Sie unbedingt darauf, reichlich Gemüse, Vollkorn-Getreideprodukte und Hülsenfrüchte zu essen, um Ihr schlechtes LDL-Cholesterin zu senken.

Halten Sie sich außerdem bei fettreichen, tierischen  Lebensmitteln wie fetter Wurst, fettem Käse und Schmalz eher zurück. Die Empfehlung, den Konsum von Eiern einzuschränken, ist in jedem Fall längst veraltet: Auch Menschen mit Diabetes und erhöhten Cholesterinwerten können bis zu 3 Eier pro Woche essen (verkochte Eier bitte mitzählen). Zu Ostern darf es aber ausnahmsweise auch das eine oder andere mehr sein!



Die Osterjause – Genuss nach der Fastenzeit


Nach der Fleischweihe, in der das Osterfleisch gesegnet wird, ist es nach den Fastentagen Gründonnerstag und Karfreitag soweit – es darf wieder Fleisch am Teller sein! Zu einer traditionellen Osterjause gehören Osterkrainer und Selchwürste, traditioneller geselchter Osterschinken aber auch gekochte Zunge und kalter Schweinsbraten. Hier gilt allgemein: Weniger ist mehr! So ist die Osterjause ein wahrer Genuss und das schwer verdauliche, geräucherte und gepökelte Fleisch belastet Ihren Verdauungstrakt nicht zu sehr.


Achten Sie darauf, eher zu fettarmen Osterfleischsorten zu greifen:  

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  • Magerer Osterschinken ohne Fettrand, vom Karree oder der Schweinsnuss, ist beispielsweise eine gute Wahl. 
  • In einigen Bundesländern, oft abhängig von familiären Vorlieben und Bräuchen, wird kalter aufgeschnittener Schweinsbraten aufgetischt. Greifen Sie auch hier besser zum Karree und halten Sie sich beim Schopf zurück, da er sehr fett- und kalorienreich ist. 
  • Osterkrainer und Selchwürste enthalten reichlich ungünstige Fette, Pökelsalze und Purine und tun unserem Organismus nicht gut – lassen Sie sich auch hier wenige hauchdünne Scheibchen umso bewusster schmecken.

Und gekochte Zunge? Auch das wird in manchen Regionen serviert. Das Muskelfleisch der Zunge enthält je nach Tier (Schwein, Kalb oder Rind) magere 5 bis ausgiebige 15% Fett. Wie generell beim Fleisch gilt also auch für die Zunge: Weniger ist mehr! 


Osterbrot gibt es in vielen verschiedenen Varianten.

Die Kärntnerinnen und Kärntner beispielsweise haben’s gerne süß zur herzhaften Osterjause und greifen zum traditionellen Reindling, einen mit Zucker, Zimt, Piment, Rosinen und Nüssen gefüllten Germteig.

Ansonsten wird in Österreich zur Osterjause gerne Osterschinken in Brotteig aufgetischt.

Das süße Traditionsgebäck darf selbstverständlich auch nicht fehlen: Es gibt Osterpinze, Osterstriezel und Osterkränze aus Germteig sowie das gebackene Osterlamm aus Biskuit- oder Rührteig.


 Feinschmeckertipp:

Probieren Sie unser Rezept für den saftigen Vollwert-Osterzopf aus! Besonders g´schmackig und hochwertig wird er dank dem enthaltenen Vollkornmehl!


Kren - Das „Superfood“ als Zugabe zur Osterjause


Kren (Meerrettich) wird nicht umsonst zur deftigen, schwer verdaulichen Osterjause verzehrt: Er enthält Enzyme, die die Verdauung anregen, den Stuhlgang regulieren und Verstopfung reduzieren. Zudem fördert er die Bildung von Galle, die für die Verdauung des Osterfleischs benötigt wird. Die österliche „Zauberwurzel“ wird nicht umsonst das „Penicillin“ des Gartens genannt: Im Mittelalter wurden sowohl die Wurzel als auch die Blätter der Pflanze als Medizin verwendet, um Wassereinlagerungen zu bekämpfen, Atemwegserkrankungen und Harnwegsinfekte zu behandeln.

Die enthaltenen pflanzlichen Fitmacher, sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe, wie auch die ätherischen Öle des Krens sind für seine Schärfe verantwortlich und wirken antibakteriell. Wir bekommen sie aber erst zu spüren, wenn wir frischen Kren reiben oder anschneiden und sie die Augen tränen sowie die Nase brennen lassen. Kren beugt dank der unzähligen Antioxidantien auch Entzündungen im Körper vor und kann das Risiko für Krebs senken. Die Wurzel verwöhnt unseren Körper mit reichlich Vitamin C (immerhin doppelt so viel wie in einer Zitrone) und hilft uns, ohne Infekte, Schnupfen und Co fit ins Frühjahr zu starten – greifen Sie also beherzt zu!


Wussten Sie,

dass das Wort Kren seine Wurzeln im slawischen Wort "krenas" hat und so viel wie "weinen" bedeutet?


Tipps, um die Osterjause mit weiterem Powergemüse „aufzupeppen“ 


Wie Kren überzeugen auch andere Frühlingsgemüse durch geballte Pflanzenkraft! Möchten Sie die herzhafte Osterjause genießen, gleichzeitig aber auch etwas für Ihr Wohlbefinden tun, führen Sie folgende neue „Ostertraditionen“ zum Festmahl ein:


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  • Genießen Sie reichlich knackig-frisches Frühlingsgemüse wie Radieschen, Kohlrabi und Karotten zum Osterfleisch. Schneiden Sie es am besten gleich in mundgerechte Streifen oder Scheiben, so greifen alle gerne zu!
  • Auch in Essig eingelegtes Gemüse wie Essiggurken, Perlzwiebeln oder Pfefferoni steigert den Gesundheitswert des Oster-Festmahls und beugt hohen Blutzuckerwerten vor.
  • Greifen Sie auch zu Schwarzbrot bei der Osterjause – dies bewirkt weniger hohe Blutzuckeranstiege – oder backen Sie selbst Osterbrot mit mindestens einem Drittel Vollkorn-Anteil (siehe Rezept unter Ernährung).
  • Bringen Sie Abwechslung auf den Tisch und bereiten Sie verschiedene Topfenaufstriche mit Kren, rote Rüben oder Frühlingskräuter zu (siehe Rezept unter Ernährung)!
  • Die g’schmackigen Aufstriche sind würzig und leicht zugleich und unterstützen Sie bei dem Vorsatz, nicht zu viel vom Osterfleisch zu essen. 

 



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