Was bringt die neue Ernährungspyramide?
Die neuen Ernährungsempfehlungen geben Menschen mit Typ‑2‑Diabetes frischen Rückenwind für eine genussvolle und alltagstaugliche Ernährung. Entwickelt wurden sie von der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung (ÖGE) und im Auftrag der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) aktualisiert.
Die neue Österreichische Ernährungspyramide
Die gute Nachricht gleich vorweg: Wer an Typ-2-Diabetes leidet, muss sich bei den neuen österreichischen Ernährungsempfehlungen keine Sorgen machen. Im Gegenteil – die 2025 überarbeitete Ernährungspyramide passt sehr gut zu dem, was heute für eine gesunde Diabetes-Ernährung empfohlen wird.
Neu ist vor allem, dass neben der Gesundheit auch die Umwelt eine größere Rolle spielt. Im Mittelpunkt steht eine überwiegend pflanzliche Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten. Tierische Lebensmittel wie Fleisch spielen eine kleinere Rolle als früher. Genau dieser Ansatz wirkt sich auch positiv auf den Blutzucker aus und kann helfen, die Insulinempfindlichkeit zu verbessern.
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Die richtigen Kohlenhydrate machen den Unterschied
Ein wichtiger Baustein im Alltag ist die richtige Auswahl der Kohlenhydrate. Nicht alle Kohlenhydrate wirken gleich: Während Weißmehlprodukte und Süßigkeiten den Blutzucker rasch ansteigen lassen, sorgen Vollkornprodukte, Haferflocken oder Hülsenfrüchte für einen langsameren Anstieg. Das hält länger satt und entlastet den Stoffwechsel. Auch Obst und Gemüse leisten hier einen wertvollen Beitrag – sie liefern nicht nur Ballaststoffe, sondern auch zahlreiche Schutzstoffe, die Entzündungen im Körper reduzieren können.
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Herzgesund essen: Auf die Fettqualität kommt es an
Neben der Qualität der Kohlenhydrate spielt auch die Fettzusammensetzung eine wichtige Rolle. Pflanzliche Öle wie Raps- oder Leinöl sowie Nüsse enthalten gesunde Fettsäuren, die das Herz schützen und die Wirkung von Insulin unterstützen. Ungünstiger wirken hingegen große Mengen an tierischen Fetten, etwa aus Wurst oder fettem Fleisch, sowie stark verarbeitete Lebensmittel.
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Proteinpower: So unterstützen Sie Muskeln und Blutzucker
Eiweiß ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. Es sorgt für ein gutes Sättigungsgefühl und hilft, die Muskelmasse zu erhalten. Besonders empfehlenswert sind pflanzliche Eiweißquellen wie Linsen, Bohnen oder Kichererbsen, aber auch Milchprodukte, Fisch und Eier können sinnvoll in den Speiseplan integriert werden. Die neue Ernährungspyramide hebt Hülsenfrüchte hier erstmals besonders hervor und empfiehlt, sie mindestens 3x/Woche zu essen. Fleisch oder magere Wurst sollten jedoch nur ein- bis zweimal wöchentlich konsumiert werden.
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Die 50-Prozent-Gemüse-Formel
Im Alltag hilft eine einfache Orientierung: Eine Mahlzeit sollte idealerweise zur Hälfte aus Gemüse bestehen, ergänzt durch eine Eiweißquelle und eine kleinere Portion kohlenhydratreicher Beilagen wie Vollkornprodukte oder Kartoffeln. Ebenso wichtig ist es, ausreichend zu trinken – am besten Wasser oder ungesüßten Tee.
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Bleiben Sie aktiv
Neben der Ernährung bleibt Bewegung ein zentraler Faktor. Schon regelmäßige Spaziergänge können die Blutzuckerwerte verbessern und die Wirkung von Insulin unterstützen. Ein moderates Krafttraining zwei- bis dreimal die Woche rundet das Bewegungsprogramm ab.
Auf den Punkt gebracht
Die neue österreichische Ernährungspyramide ist kein Widerspruch zur Diabetes-Ernährung – sondern eine sehr gute Orientierung für den Alltag. Sie unterstützt nicht nur einen stabileren Blutzucker, sondern fördert auch die Herzgesundheit und das allgemeine Wohlbefinden. Und ganz nebenbei leistet sie auch einen Beitrag zum Klimaschutz.
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Die Österreichische Ernährungspyramide MIT Fisch und Fleisch
Weitere hilfreiche Infos zur österreichischen Ernährungspyramide finden Sie auf der Website des Bundesministeriums.
Quellenangabe: Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, 2025 -
Die Österreichische Ernährungspyramide OHNE Fisch und Fleisch
Weitere hilfreiche Infos zur österreichischen Ernährungspyramide finden Sie auf der Website des Bundesministeriums.
Quellenangabe: Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, 2025
Drei ausgewogene Mahlzeiten zum Nachkochen
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Frühstück
Haferflocken mit Naturjoghurt, Marillen und Nüssen
Ein ausgewogenes Frühstück sorgt für einen stabilen Start in den Tag. Die Kombination aus Haferflocken, Naturjoghurt und Nüssen liefert komplexe Kohlenhy-
drate, Eiweiß und gesunde Fette. Dadurch steigt der Blutzucker langsamer und das Sättigungsgefühl hält länger an. -
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Abendessen
Vollkornbrot mit Topfenaufstrich, frischen Kräutern und Gemüse
Ein leichtes, eiweißreiches Abendessen entlastet den Stoffwechsel. Topfen liefert hochwertiges Eiweiß, während Vollkornbrot und Gemüse für eine gleichmäßige Energieversorgung sorgen.
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Mittagessen
Linsen-Gemüse mit Vollkornreis und Salat
Das Mittagessen liefert wertvolles pflanzliches Eiweiß und viele Ballaststoffe. Der zusätzliche Salat erhöht die Gemüsemenge und versorgt den Körper mit Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen. Das Salatdressing wird bewusst mit Leinöl zubereitet: Es enthält ein besonders günstiges Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren und unterstützt damit ein entzündungshemmendes Fettsäurenmuster über
den Tag hinweg. Wem das Leinöl geschmacklich nicht zusagt kann es auch durch Walnussöl oder Olivenöl ersetzen.Frische Erdbeeren als Nachspeise
Beeren sind zuckerärmer als andere Obstsorten und enthalten viele Antioxidantien.
Hier gehts zum Rezept.
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Außerdem: Trinken Sie ausreichend
Trinken Sie täglich 1,5 bis 2 Liter Wasser oder ungesüßten Tee
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