Brotsorten; Foto: Prostock-studio - Shutterstock.com

Unser tägliches Brot – Nahrung für Leib und Seele

Unser wichtigstes Grundnahrungsmittel und der Inbegriff für Nahrung schlechthin: Am 16. Oktober feiern wir den internationalen Tag des Brotes.

23.05.2024 / Autor: Therapie Aktiv / Kategorie: Ernährung



Butterbrot auf Brett; Foto: Dariia Belkina -Shutterstock.com



Brot landet bei sieben von zehn Österreicherinnen und Österreichern tatsächlich jeden Tag auf dem Teller. Schwarzbrot wird am häufigsten gegessen,
dicht gefolgt von weißem. Dabei nimmt der Brotverzehr mit steigendem Alter zu – je älter die Personen, desto häufiger essen sie Brot. Durchschnittlich essen wir wöchentlich ein Kilogramm davon! Grund genug, unser liebstes Grundnahrungsmittel einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.


Brot ist nicht gleich Brot

Selbst backen oder doch lieber kaufen? Weiß-, Schwarz- oder Vollkornbrot? Dinkel, Weizen oder Roggen? Sauerteig oder nicht?

Neben den alltäglichen Fragen rund um den Broteinkauf beschäftigt Menschen mit Diabetes auch die Auswirkung des Gebäcks auf ihren Blutzucker und somit ihre Gesundheit.


Brot selbst backen oder kaufen?

  • Das wichtigste zu Beginn: Die inneren Werte, also die Zutaten des Brotes und dessen Verarbeitung, entscheiden darüber, ob das Brot förderlich für Ihre Gesundheit ist oder nicht. Gekauftes wie auch selbstgebackenes Brot kann diese Ansprüche erfüllen.
  • Selbst zu backen hat den Vorteil, die Zutaten selbst wählen zu können und darüber zu bestimmen, was in Ihr Brot darf und was nicht. Gibt es außerdem etwas Schöneres als den Duft von frischgebackenem Brot, der den Raum erfüllt? Brotbacken ist jedenfalls kinderleicht! Es braucht nur Neugierde, etwas Zeit und natürlich die richtige Anleitung. Mit einfachen Rezepten wollen wir Ihnen den Einstieg ins Brotbacken schmackhaft machen und geübten Hobby-Bäckerinnen und -Bäckern neue Inspirationen liefern. 
  • Entscheiden Sie sich dafür, Brot zu kaufen, ist auch das in Ordnung: Gewusst wie, finden Sie in Bäckereien und Supermärkten gesunde Brotsorten, die ideal für Menschen mit Diabetes geeignet sind.

Was steckt drin? Die Zutatenliste unter der Lupe

  • Brot wird aus gemahlenem Getreide, Wasser, Salz und einem Triebmittel wie Germ oder Sauerteig hergestellt. Traditionell wird in Österreich Mehl aus Weizen, Roggen oder Dinkel verarbeitet. Urgetreide wie Einkorn, Emmer oder Pseudogetreide wie Buchweizen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und können Broten ebenso beigemengt werden.
  • Gesundheitlich relevant ist für Menschen mit Diabetes nicht alleine die Getreidesorte, sondern vor allem der Ausmahlungsgrad, also ob Vollkorn- oder Weißmehl (Auszugsmehl) verwendet wird.
Aufbau eines Weizenkorn; Foto: ÖGK
  • Der Ausmahlungsgrad eines Mehles sagt uns, wie viel vom Getreidekorn zu Mehl vermahlen wurde. 
  • Für ein klassisches Weizenmehl Typ 480 (Auszugsmehl), welches für Semmeln und Weißbrot verwendet wird, wird lediglich der Mehlkörper verwendet. Alle anderen Bestandteile des Getreidekorns werden entfernt. Das ist schade, denn so gehen nahezu alle wertvollen Inhaltsstoffe verloren. 
  • Je höher der Ausmahlungsgrad (Typenzahl), desto besser. Ein Weizenmehl T1600 (Ausmahlungsgrad bis zu 85 %) enthält somit wesentlich mehr Vitamine, Ballaststoffe und Mineralstoffe als Weizenmehl T480 (Ausmahlungsgrad bis zu 65 %). Das Gleiche gilt für die Typenzahl bei Dinkel- und Roggenmehl.
  • Vollkornmehl weist keine Typenzahl mehr auf, da mindestens 98 % des Getreidekorns vermahlen sind. Backwaren aus Vollkornmehl und -schrot sind somit die beste Wahl für Menschen mit Diabetes, da die enthaltenen Ballaststoffe des Getreidekorns den Anstieg des Blutzuckers verlangsamen, Blutzuckerspitzen verhindern, Blutdruck und Cholesterinspiegel senken und Sie zudem länger sättigen.

Zusammengefasst heißt das also für Sie: Ob gekauft oder selbstgebacken, Brot und Gebäck aus Vollkornerzeugnissen wie Vollkornmehl oder -schrot sind am günstigsten für Sie und Ihre Gesundheit.


Weitere spannende Fakten rund um Brotsorten wie Eiweiß- oder Wellnessbrot, Tipps zur Auswahl von Gebäck sowie die Vorteile von Sauerteig bei Diabetes lesen Sie im Brot-ABC.


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